MSDS Klinik

Das Programm MSDS (Multiple Sklerose Dokumentationssystem) Klinik liegt seit 02/2004 in der aktuellen Version 3.0 vor. MSDS Klinik enstand bereits 2001 und wird von vielen Anwender genutzt. Die Entwicklung wurde bis zum 30.09.2004 durch die gemeinnützige Hertie-Stiftung unterstützt
MSDS Klinik ist eine in Client-Server-Architektur realisierte Datenbankapplikation, die sowohl auf Einzelplatzrechnern als auch in lokalen Netzwerken eingesetzt werden kann. Sie ist für den gleichzeitigen Zugriff mehrere Anwender auf den Datenbestand optimiert. Als Betriebssystem können alle Windows-Betriebssystem zum Einsatz kommen. Das Programm MSDS ist modular aufgebaut und kann nach Bedarf um Funktionen erweitert werden.

Umfang der Dokumentation

  • Administration: Patientenstammdaten, Untersuchungstermine (ambulant, stationär, Zusatzdiagnostik, Telefonate), betreuende Haus-/Fach-/Klinikärzte.
  • Daten zum Krankheitsverlauf: strukturierte Eingabe der Anamnese, sowie von Befunden der körperlichen Untersuchung und der Zusatzdiagnostik; automatische Konsistenzüberprüfung der Krankheitsschübe und der Daten zur Erstsymtpomatik.
  • Klinische Scores: in der Basisversion Berechnung der EDSS und des MSFC.

Besondere Merkmale

  • Mehrsprachigkeit. MSDS 3.0 steht aktuelle in den Sprachen Deutsch und Englisch zur Verfügung. Eine italienische Version ist zu großen Teilen realisiert.
  • Halbautomatischer Arztbriefgenerator mit standardisierter Ausgabe von Stammdaten, Diagnosen (automatische ICD-10-Codierung), Medikation, Anamnese und Befunden; frei formulierte Zusammenfassung.
  • Dokumentation eines im Konsens konzipierten Minimaldatensatzes für ein Zentralregister unter Berücksichtigung der aktuellen McDonald-Kriterien.
  • Bioprobendatenbank, Stammbaumgenerator (graphisch), graphische Verlaufsdarstellung
    Studienprotokolleditor: Planung und Dokumentation von Studien bzw. Anwendungsbeobachtungen.
  • Organisation und Ausdruck von Patientenaufklärung und -information.
  • Umfangreiche eingebaute Abfragefunktionen zur Patientenstatistik und zum Auffinden von Patienten mit bestimmten Merkmalen (z.B. für die Studienplanung)
  • Definition eigener Abfragen basierend auf dem SQL-Standard.
  • Umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten von Textbausteinen. So können die Normalbefunde, die Laborbefunde und die Textbausteine des Arztbriefes angepaßt werden.
  • Eine AutoUpdate-Funktion ermöglicht das Herunterladen neuerer Versionen.
MSDS Praxis

MSDS Praxis+

MSDS Praxis+ ist ein computergestütztes System zur standardisierten Verlaufsdokumentation neurologischer Krankheitsbilder. Es wurde in Interaktion mit einem Team niedergelassener Neurologen inhaltlich abgestimmt und auf der Basis einer langjährigen Erfahrung in der EDV-gestützten klinischen MS-Dokumentation entwickelt. MSDS Praxis+ soll durch einen reduzierten Dokumentationsumfang und eine vereinfachte Benutzeroberfläche den besonderen Erfordernissen in der Praxis neurologischer Fachärzte gerecht werden. Neben dem primären Ziel, durch eine transparente Darstellung des individuellen Krankheitsverlaufs eine optimale Basis für diagnostische und therapeutische Entscheidungen zu schaffen, ist es ein vordringliches Anliegen, den hierfür erforderlichen Zeitaufwand auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren.

MSDS Praxis+ 2.1 ist die Weiterentwicklung von MSDS 3.0 Klinik, die November 2005 in Zusammenarbeit mit einem Team niedergelassener Neurologen erschien. MSDS 2.1 Praxis+ bietet eine vereinfachte Benutzeroberfläche und reduziert den Dokumentationsumfang, angepasst für die besonderen Erfordernisse in der Praxis neurologischer Fachärzte. Zum 01.01.2013 ist die technische Pflege und Weiterentwicklung des MSDS Praxis Programms an die Uniklinik Dresden übergegangen.

MSDS Praxis+ ist als Multidiagnose-Plattform konzipiert und beinhaltet neben den bekannten Formularen zur Verlaufsdokumentation der Multiplen Sklerose auch solche zur Beschreibung von Parkinson-Syndromen. MSDS Praxis+ erlaubt die Verwaltung bzw. Ein- und Ausgabe folgender Informationen:

  • Patientenstammdaten
  • Konsultationsdaten
  • Dokumentation der Anamnese (in standardisierter und freier Form)
  • Dokumentation der neurologischen Untersuchung
  • Befunde der relevanten Zusatzdiagnostik
  • Dokumentation therapeutischer Maßnahmen
  • Berechnung von Scores
  • Spezifikation der Hauptdiagnose
  • Graphische Zusammenfassung wesentlicher Verlaufsdaten und Ausgabe eines Arztbriefes
  • Eingabe retrospektiver Daten direkt über eine interaktive Verlaufsgrafik
  • Eingabe des Minimal Data Set des DMSG - Multiple Sklerose Registers über ein Zusatzmodul MDS